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Klassenfahrt der Klasse 10b nach Krakau – Eine Reise voller Geschichte, Eindrücke und Gemeinschaft

Vom 15. bis 19. Juni 2026 durfte unsere Klasse 10b eine spannende und eindrucksvolle Klassenfahrt nach Krakau in Polen erleben. Fünf Tage lang konnten wir nicht nur eine faszinierende Stadt kennenlernen, sondern auch viele wichtige historische Orte besuchen und als Klassengemeinschaft unvergessliche Momente sammeln.

Montag: Anreise und erste Eindrücke von Krakau

Am Montagmorgen ging es für uns bereits sehr früh mit dem Bus zum Flughafen nach Düsseldorf. Für viele von uns war schon der Flug nach Krakau ein besonderes Erlebnis und sorgte für große Vorfreude auf die kommenden Tage.

Nach unserer Ankunft bezogen wir zunächst die Zimmer im Hotel. Viel Zeit zum Ausruhen blieb allerdings nicht, denn direkt danach stand bereits der erste Programmpunkt auf dem Plan: die Besichtigung des jüdischen Viertels Kazimierz sowie des ehemaligen Krakauer Ghettos.

Kazimierz war über viele Jahrhunderte das Zentrum jüdischen Lebens in Krakau. Noch heute prägen historische Synagogen, enge Gassen und zahlreiche Erinnerungsorte das Viertel. Während des Zweiten Weltkriegs wurden viele jüdische Bewohner in das von den Nationalsozialisten errichtete Ghetto umgesiedelt. Bei unserem Rundgang erfuhren wir viel über das Leben der Menschen vor und während der deutschen Besatzung.

Am Abend ließen wir den ersten Tag bei einer gemeinsamen Pizza ausklingen. Außerdem gab es gleich doppelt Grund zum Feiern: Frau Wüpping-Saar sowie eine Mitschülerin hatten Geburtstag, sodass wir den Abend in fröhlicher Runde verbringen konnten.

Dienstag: Besuch in Auschwitz-Birkenau

Der Dienstag stand ganz im Zeichen der Geschichte. Gemeinsam besuchten wir die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, das größte ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager des nationalsozialistischen Regimes.

Während einer etwa dreieinhalbstündigen Führung erhielten wir einen umfassenden Einblick in die schrecklichen Ereignisse, die sich dort zwischen 1940 und 1945 abgespielt haben. Die erhaltenen Gebäude, Ausstellungen und persönlichen Gegenstände der Opfer machten die unfassbaren Gräueltaten des Holocaust auf eindrucksvolle Weise sichtbar.

Der Besuch war für uns alle sehr bewegend und regte zum Nachdenken an. Er zeigte uns eindrücklich, wie wichtig Erinnerung, Toleranz und Demokratie auch heute noch sind.

Am Abend erwartete uns ein typisch polnisches Drei-Gänge-Menü. So konnten wir neben der Geschichte des Landes auch einen Einblick in die polnische Küche gewinnen.

Mittwoch: Oskar Schindler und die Altstadt von Krakau

Am Mittwochmorgen besuchten wir die ehemalige Emaillefabrik von Oskar Schindler. Vielen ist Schindler durch den Film „Schindlers Liste“ bekannt. Die heutige Ausstellung vermittelt jedoch weit mehr als nur seine persönliche Geschichte. Sie gibt einen umfassenden Einblick in das Leben in Krakau während der Zeit des Nationalsozialismus und zeigt, wie die Menschen damals lebten und welche Auswirkungen die Besatzung auf ihren Alltag hatte.

Besonders interessant war es, die historischen Hintergründe kennenzulernen und dabei auch Parallelen zum bekannten Film zu entdecken.

Anschließend machten wir uns auf den Weg in die Krakauer Innenstadt. Zunächst stärkten wir uns mit einer typisch polnischen Spezialität: den Zapiekanki. Dabei handelt es sich um überbackene Baguettes, die besonders in Krakau sehr beliebt sind.

Danach besichtigten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Verschiedene Schülerinnen und Schüler hielten kurze Vorträge und stellten bedeutende Orte der Stadt vor. Im Anschluss konnten wir Krakau selbstständig erkunden, Souvenirs kaufen und das besondere Flair der historischen Altstadt genießen.

Donnerstag: Salzbergwerk Wieliczka und gemeinsamer Abschlussabend

Am Donnerstag brach bereits unser letzter voller Tag in Krakau an. Zunächst besuchten wir ein nahegelegenes Einkaufszentrum und nutzten die Gelegenheit für letzte Besorgungen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen stand ein weiterer Höhepunkt unserer Reise auf dem Programm: das Salzbergwerk Wieliczka. Das Bergwerk gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Polens. Über Jahrhunderte hinweg wurde hier Salz abgebaut. Heute beeindruckt die Anlage mit kilometerlangen Stollen, unterirdischen Seen, kunstvoll aus Salz gefertigten Skulpturen und sogar einer großen Kapelle tief unter der Erde.

Der Besuch war nicht nur faszinierend, sondern auch sportlich anspruchsvoll. Über rund 800 Stufen gelangten wir bis auf eine Tiefe von etwa 130 Metern unter die Erdoberfläche. Die beeindruckenden unterirdischen Räume werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Am Abend ließen wir unsere gemeinsame Zeit in Krakau gemütlich ausklingen. In der Altstadt genossen wir die besondere Atmosphäre und hatten in einer Karaokebar noch einmal viel Spaß zusammen.

Freitag: Abschied von Polen

Am Freitag hieß es schließlich Abschied nehmen. Mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Erfahrungen und schönen Erinnerungen traten wir die Heimreise an.

Die Klassenfahrt nach Krakau war für uns alle eine besondere Erfahrung. Wir konnten nicht nur viel über die Geschichte Europas lernen, sondern auch die Kultur und Gastfreundschaft unseres Nachbarlandes kennenlernen. Eines steht fest: Wir waren begeistert von Polen und sind uns sicher, dass dies nicht unser letzter Besuch dort gewesen ist.

Ein herzliches Dankeschön

Eine solche Fahrt mit einem vielfältigen und wertvollen Bildungsprogramm wäre ohne Unterstützung nicht selbstverständlich. Daher möchten wir uns herzlich bei der Sanddorf-Stiftung sowie der Axel Springer Stiftung für die finanzielle Förderung unserer Klassenfahrt bedanken.

Durch ihre Unterstützung wurde es uns ermöglicht, wichtige historische Erinnerungsorte zu besuchen, die Geschichte Europas besser zu verstehen und wertvolle gemeinsame Erfahrungen zu sammeln. Für diese Förderung sind wir sehr dankbar.